14.09.2019: Tolle Abendstimmung bei spätsommerlichen Temperaturen

Human Nation beim 1. Kultursommer der Kramer-Mühle

Human Nation sorgte für einen der vielen Höhepunkte beim 1. Kultursommer des Freundeskreises der Kramer-Mühle. Zu später Stunde begeisterten die Sängerinnen und Sänger das zahlreiche Publikum durch stimmungsvolle und bekannte Titel mit deutsch- und englischsprachigen Songs.

  

Den Anfang macht „In The Mood“, einem Swinging-Evergreen, gefolgt von dem verträumten und mitreisenden „Dreamer“ von Supertramp. Eigens für das Programm des 1. Kultursommers wurde mit Projektsängern der gefühlvolle Song „Wunder geschehn“ von Nena einstudiert und zum ersten Mal präsentiert. Beschwingt ging es mit „Sing, Sing, Sing“ weiter, welcher zum Mitwippen einlud. Die Chorversion von „Sweet Dreams“, ursprünglich von dem Pop-Duo Eurythmics aus den 1980er Jahren, mit wunderbar kraftvollen und leisen Tönen.

  
Der letzte Titel des Mini-Konzertes von Human Nation an diesem Abend war „Teddybär“ in der deutschen Version nach dem Song im Original von Elvis Presley „Teddy Bear“. Gekonnt wurde dieser in Szene gesetzt von Caus und Elke Uhrig. Das Publikum brachte seine Begeisterung durch langanhaltenden Applaus zum Ausdruck. 


Ferienspaßaktion 2019 von Human Nation

„Jeder Mensch ist cool – auch mit Handicap“


Kinder für Menschen mit kleinen und großen Handicaps zu sensibilisieren, hatten sich die Chormitglieder von Human Nation beim Ferienspaßprogramm im Probenraum des alten Rathauses in St. Leon zur Aufgabe gemacht. Nach der Begrüßungs- und Kennenlernrunde mit Rudi Bamberger, Behindertenbeauftragter der Stadt Brühl, konnten die Kinder im Alter von 9 bis 13 Jahren aufgeteilt in drei Gruppen verschiedene Handicaps an den Stationen am eigenen Leib erfahren. 

Mit überdimensionalen Fäustlingen an den Händen durften die Kinder versuchen, Bonbons auszupacken, was dann nur unter Zuhilfenahme des Mundes klappte. Mit einem Gehörschutz konnten sie ausprobieren, wie es ist sich nur über Gesten oder Lippenablesen zu verständigen. Bei weiteren Stationen konnten die Kinder erfahren: „Blind ist nicht gleich blind“. Die Kinder lernten verschiedene Sehbehinderungen kennen und konnten zugleich mit speziellen Brillen unterschiedliche Augenerkrankungen - wie z. B. den grauen Star – nachempfinden und sich mit eingeschränktem Sehfeld am Hindernislauf ausprobieren. Mit verbundenen Augen und an der Hand einer Begleitung ließen sich die Kinder auf das Abenteuer mit dem Langstock ein. Weniger „gefährlich“, dafür aber konzentrationsintensiv, war das Ertasten der Blindenschrift (Brailschrift). Jeder konnte seinen Namen mit dem dementsprechenden Werkzeug selbst stanzen. Beim Fühl-, Geruchs- und Gehörmemory wurden mit verbundenen
Augen verschiedene Sinne testen.

Mit Spaß dabei waren die Teilnehmer auch bei der Bewältigung von Hindernissen, die tägliches Brot der Rollstuhlfahrer sind. Von der Firma Sunrise Medical, die Rollstühle, Rollstuhlzubehör und Elektromobile herstellt, und der Firma Sopur hatten wir Rollstühle zu Verfügung gestellt bekommen. Zunächst galt es, die

Schwelle vom Raum in den Flur im alten Rathaus zu überwinden, dann die abschüssige schneckenförmige Rampe vorsichtig hinunterzurollen, um weiterhin mit reiner Armkraft an den wenig Platz lassenden parkenden Autos vorbei zu kommen. Unterwegs erschwerte sandiger Untergrund das Fahren und  schließlich galt es von der Straße über den Bordstein auf den Bürgersteig zu kommen. Das war für die ungeübten, meist auch recht geschickten, schnell lernenden Kinder doch recht anstrengend. Der Muskelkater in den Armen wird noch einige Zeit an diese Ferienaktion erinnern.

Zwischendurch konnten sich alle durch Getränken und Brezen stärken. Die 3 Stunden Ferienspaßaktion zum Thema Handicap waren wie im Flug vergangen. Da diese besondere Aktion bei den Kindern sehr gut angekommen ist und auch den Helfer/-innen des Chores Human Nation sehr gut gefallen hat, werden wir
diese vielleicht nächsten Sommer wieder anbieten. Ein großes Dankeschön gilt allen, die zu diesem tollen Nachmittag beigetragen haben, den Begleiter/-innen Vorort für die Unterstützung, Rudi Bamberger für die wunderbare Offenheit und Vermittlung dieses sensiblen Themas und der Firma Sunrise Medical und Sopur für das Ausleihen der Rollstühle.