Sing, Sing, Sing Konzert am 14. November 2021 in die Pfarrkirche Heilig Geist in Balzfeld

Ein Konzert für die Seele

Unter dem Motto „Sing, Sing, Sing“ hatte der gemischte Chor Human Nation aus St. Leon-Rot am 14. November 2021 zu einem Konzert in die Pfarrkirche Heilig Geist in Balzfeld eingeladen. Eine besondere Verbindung hat der Chor nebst Chorleiter Konrad Knopf zum dortigen Pfarrer Rudolf Grammetbauer, da Human Nation in den vergangenen Jahren vor Corona regelmäßig während der Adventszeit in Balzfeld musikalisch Gottesdienste mitgestaltete.

  

Damit man als Zuhörer an dem 60-minütigen Konzert teilnehmen konnte, musste sich zuvor übers Pfarrbüro in Balzfeld mit den Kontaktdaten angemeldet werden. Am Einlass an der Kirchenpforte wurde zusätzlich der Impfnachweis kontrolliert. Die Sängerinnen und Sänger nahmen vor dem Altar in der schönen barocken Kirche Aufstellung. Zuvor hatten sich die Chormitglieder und Musiker, obwohl alle durchgeimpft sind, um auf Nummer sicher zu gehen, mit einem Schnelltest getestet (2G plus). Denn beim Singen musste doch enger zusammengerückt werden. Zudem war es aufgrund der räumlichen Größe der Kirche für die 18 Sängerinnen und Sänger nicht möglich einen größeren Abstand einzuhalten. 

  

 

  

So begann der Auftakt zum Konzert mit dem gefühlvollen a cappella Stück „Set Me As A Seal“. Chorleiter Konrad Knopf begrüßte die Zuhörer anschließend mit dem Hinweis, dass dieses Konzert einfach zum Abschalten für jeden einzelnen sein soll, um sich Zeit für sich zu nehmen. Beim folgenden Gospel „Shine Your Light“ mit der klaren Sopranstimme der Solistin Verena Elfner war zu spüren, „wo einmal Licht begonnen hat, ist die Möglichkeit da, dass das Licht zunimmt“, so Chorleiter Knopf. Das Gemeinschaftsgefühl, dass im bekannten Song „Leon On Me“ zum Ausdruck kam war gesanglich greifbar nahe. Wunderbar unterstützend erwies sich die instrumentale Begleitung des Chores durch Klaus Wendelberger am Schlagzeug, Thomas Körner an der E-Gitarre und Dirigent Konrad Knopf am E-Piano. Das wurde hörbar im Gospel „Come, Now Is The Time To Worship“, bei dem der Chor den deutschen Liedtext von „Lobet den Herren“ wunderbar eingeflochten hatte sowie bei „Swingin With The Saints“ mit viel Rhythmus, wechselndem Tempo und dem bekannten Refrain „Swing Low, Sweet Chariot“. Ruhig und atmosphärisch hingegen erklang „Angel“. 

  

Es kamen auch Songs zum Vortrag, die in der Lockdown-Zeit bei online Zoom-Meeting-Proben von den Chormitgliedern am heimischen Bildschirm einstudiert wurden. Dazu zählten „Love Lift Us Up Where We Belong“ (im Original von Joe Cocker und Jennifer Warnes) und „Don’t Stop“ von Fleetwood Mac. Beschwingt im Stil der Zwanziger Jahre erklang das Mottolied des Konzertes „Sing, Sing, Sing“ von Benny Goodman. Ein gesangliches Feuerwerk war der Gospel „Lift Up Your Voice“ mit der Solistin Gabi Hillenbrand, bei dem jedes Register stimmlich „aufdrehen“ konnte. Beim zum ersten Mal vom Chor vorgetragenen a cappella Song „Human“ vom britischen Blues- und Soul-Sänger Rag'n'Bone Man glänzten die Solisten Claus Uhrig und Günter Wawretschka. Ein deutsches Lied, dass bei keinem Konzert fehlen durfte, war die besonders gefühlvolle Chorversion von „Engel“ (im Original von der Metall-Band Rammstein). Bei der neu interpretierten Chorversion von „Sweet Dreams“ von den Eurythmics kam die Stimmenvielfalt des Chores voll zur Geltung. Eine besondere Hommage an Pfarrer Grammetbauer stellte sein Lieblingslied „I Believe“ dar, bei dem der englischsprachige Text der Männerstimmen mit dem Ave Maria der Frauenstimmer verschmilzt. Zum krönenden Abschluss und Abschied präsentierte Human Nation den 

deutschsprachigen Kanon „Abendlied“.   

 

  
Leider war dies das erste und einzige Konzert dieser Art seit 1,5 Jahren, um so mehr hatten sich sowohl der Chor als auch die Zuhörer über dieses Konzert sehr gefreut. Dies honorierten die Zuhörer mit dementsprechendem Applaus. Dies war für beide Seiten ein Konzert für die Seele gewesen, zumal die Perspektive in naher Zukunft wieder ein Konzert aufzuführen wegen Corona nicht besonders gut sind. 

  

 

 

Text und Bilder: Angelika Adelfang
 

Chorausflug – Motto Hildegard von Bingen

Einer der Höhepunkte des Chorausfluges von Human Nation war sicherlich die Gesangseinlage in der Wallfahrtskirche St.-Rochus-Kapelle bei Bingen am Rhein und ganz klar, zudem der Reiseführer Dr. Günter Weis, der sein erlesenes geschichtliches Wissen weitergab, auch in Form einer mobilen Weinproben. 

  

Doch von vorne: Am letzten Samstag im September wurden die Chormitglieder von Human Nation nebst Partnerinnen oder Partner in den beiden Ortsteilen von St. Leon-Rot mit dem Bus eingesammelt. Zunächst glaubten wir uns im falschen Bus wiederzufinden. Denn dieser trug die Aufschrift 2. Frauenfußball Bundesliga. :-)

  

 

Die Fahrt ging in Richtung Norden zum nächsten Halt in Ingelheim am Rhein. Dort nahm uns unser Reiseführer Dr. Günter Weis in Empfang. Jeder bekam, damit wir unterwegs nicht verdursten, einen Weinglashalter zum Umhängen mit passendem Weinglas. So ausgerüstet begann der historische Rundweg durch das Gebiet der Kaiserpfalz in Unter-Ingelheim inklusiv mobiler Weinprobe.

  

  

Gut dosiert hab es von Herrn Weis auf dem Weg durch den Ort historische und weinhaltige Leckerlis über Gebäudereste, Mauern und Tore der Kaiserpfalz zu hören. Der ehemalige Mauerverlauf des Grundrisses der Pfalz ist im hervorgehobenen Straßenbelag wiederzufinden. In der Saalkirche bekamen wir eine eindrucksvolle Demonstration des Könnens von Organisten und Skinner-Orgel, die von einem der besten Orgelbauern der USA stammt, mit den unterschiedlichsten Registern zu hören.

  

 

Mit dem Bus ging es nun nach Ober-Ingelheim, wo die Vorbereitungen zum Rotweinfest bereits auf Hochtouren liefen. Entlang der dicken Wehrmauer führte uns unser entdeckungsreicher Weg in die eher einer Befestigungsanlage gleichenden spätgotischen Burgkirche mit beeindruckenden Gewölbemalereien. Nun ging es bergauf in die Weinberge zu einem herrlichen Rastplatz mit wunderbarer Aussicht, wo sich alle stärken konnten mittels Fleischwurstbrötchen.

  

  

Richtung Bingen nahmen wir wieder den Bus, um uns dann auf den steilen Restweg zur Wallfahrtskirche St.-Rochus-Kapelle, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, mit unterwegs weitblickender Aussicht und abermals dem Probieren der regionalen Weine zu machen. Hier lief unser Reiseführer nochmals zur Hochform auf. Denn in einem Nebenraum der Kapelle gab Herr Weis uns bei einem Lichtbildvortrag ausführlich Einblicke in das Leben und Wirken der Hildegard von Bingen inklusive Schmankerln von Gebäcken nach der selbigen Heiligen.

  

Im Anschluss daran lief der Chor zur Hochform auf bei einigen Gesängen in der akustisch wundervoll klingenden St.-Rochus-Kapelle. Nach einem erneuten Genießen eines Aussichtspunktes nahe der Kapelle verabschiedeten wir unseren belesenen Reiseführer, der uns nicht nur Einblicke in die Historik, sondern auch in die rheinhessische 

 

Kulinarik vermittelte.

  

 

 

 

  

Der Ausklang diese wunderschönen Tages fand am Kulturufer in Bingen direkt in einem Restaurant am Rheinufer in Sichtweite der Germania statt. Der Chorleiter Konrad Knopf, der den Ausflug organisiert hatte, hatte noch eine Überraschung parat. Er hatte eigens Luftballons mit bunt blinkenden Lämpchen besorgt, die an Ort und Stelle mit 

Gas gefüllt wurden. Diese bunt leuchtenden Luftballons flogen in den spätsommerlich nächtlichen Himmel. So machten wir uns bestens gelaunt am Abend mit dem Bus auf die Heimreise, was auch auf der Heimfahrt im Bus durch Singen verschiedenster Lieder zum Ausdruck kam. 

  

 

 

Unser Dank gilt unserem Chorleiter, der diesen wunderbaren Ausflug organisiert hat.

 

 

Text und Bilder: Angelika Adelfang

Ferienspaß vom ChorHuman Nation

„Zentangle“ - Entspannung durch Zeichnen

Zum zweiten Mal boten Sängerinnen des Chors Human Nation einen Nachmittag im Rahmen der Ferienspaßaktion für Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahren mit schwarz-weißem Zeichnen von Mustern bestehend aus Strichen und

 

Kreisen in allen möglichen Varianten an. Diese speziellen und außergewöhnlichen Muster werden „Zentangle“ genannt. Der Begriff Zentangle setzt sich zusammen aus dem japanischen Zen (Meditation) und dem  amerikanischen „to tangle“ (zeichnen) oder „a tangle“ (Muster). Kombiniert beschreibt der Begriff sehr genau, worum es geht. Entspannung durch Zeichnen.
  

  

Was ist so besonderes an Zentangle? Diese Art des Muster-Zeichnens fördert die Konzentration und hilft dabei ausgeglichen und entspannt zu werden. Gemalt wird auf 9 × 9 cm großen Karten (Kacheln) mit dünnen schwarzen Finelinern und weichem Bleistift zur Schattierung. Unterschiedlichste Kunstwerke mit kleinen Mustern entstehen beim “tanglen”. Anfangs sind die Linien klar und die Muster einfach, je fortgeschrittener gezeichnet

wird, desto verschachtelter werden die Kombinationen. Fantasievolle Muster entstehen. Bei dieser Form des Zeichnens gibt es kein Richtig und kein Falsch. Es geht also nicht um eine Bewertung, sondern nur um

das Loslassen der Gedanken und der Anspannung beim Führen des Stiftes. Wenn Kinder das einmal verstanden haben, finden sie schnell Gefallen am kreativen Zeichnen. 

 

Das konnten auch die Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren beim Ferienspaß vom Chor Human Nation an einem Nachmittag im Alten Rathaus in St. Leon feststellen. Nach der Begrüßung und einer Einführung wurden am Flipchart Schritt für Schritt die jeweiligen Muster von Angelika Adelfang vorgezeichnet, die die Kinder dann auf ihrer „Kachel“ nachzeichneten.

 

Zwischendurch gab es Pausen mit lustigen Spielen zur Auflockerung, die sogar an der frischen Luft vor dem Alten Rathaus stattfinden konnten. Diese wurden von  Sabine Golley anleitet. Im zweiten Teil konnten zunächst unter Anleitung weitere Muster kennengelernt werden, die teils schon etwas kniffliger waren. Ideen für neue Muster konnte sich aus einer eigens zusammengestellten Muster-Mappe geholt werden. Diese durfte, ebenso wie zwei schwarze Fineliner in unterschiedlichen Stärken und einige blanko Kacheln mitgenommen werden, damit zu Hause weitegemalt werden kann. 

  

 

Die Kinder zeichneten alle mit großer Begeisterung und die 2,5 Stunden vergingen wie im Flug. Alle teilnehmenden Kinder haben dadurch wohl eine tolle Beschäftigung gefunden, die  in den Ferien aktiv weiterführen werden kann. Einzig bedauerlich war, dass lediglich zwei Drittel der angemeldeten Kinder zur Ferienspaßaktion erschienen waren. Selbstverständlich wurde entsprechender Abstand und die Hygienevorschriften in Corona-Zeiten eingehalten.

 

  Fotos und Text: Angelika Adelfang
  

Human Nation auf den Spuren des Dachsenfranz

Am letzten Sonntagnachmittag vor den Sommerferien trafen sich die Chormitglieder von Human Nation mit Partnerinnen und Partnern zu einer geselligen Wanderung beim Waldparkplatz in Horrenberg.

  

Die Wettervorhersage hatte für den Nachmittag Regen angesagt, welche glücklicherweise nicht zutraf. Bei heißen Temperaturen mit sonnigem Wetter ging es vom Waldparkplatz aus kurz stramm bergauf. Nach 600 Metern erreichten wir mitten im Wald einen Nachbau der Erdhöhlen-Behausung vom Dachsenfranz, ein regional bekanntes Original italienischer Herkunft. Leider hatte dieser kein Bier zum Durstlöschen hinterlassen.

 

 

Die 6 km lange Strecke über gut ausgebaute Wege setzte sich sanft bergauf bergab fort durch eine schöne Landschaft mit herrlicher Natur durch Wälder und Felder. Nach 1,5 Stunden kamen wir am hochgelegenen Ortsrand von Zuzenhausen an. Von dort aus war es nicht mehr weit zum Brauereigasthof Dachsenfranz.

 

Einige Nichtwanderer des Chores stießen hier nun dazu. Dort waren schon entsprechende rustikale Plätze zwischen Gasthof und Brauerei für unsere Wandergruppe reserviert und so konnte Durst und Hunger schnell gestillt werden. Das braufrische Dachsenfranz-Bier und die gute Küche konnten uns im Nu überzeugen.

 

 

Unsere Organisatorin Claudia hatte alles wunderbar vorbereitet. So bekam jeder einen Merkzettel als Gedächtnisstütze für das Essen, das jeder einzelne vorbestellt hatte. Einem Chormitglied, das vor kurzem Geburtstag hatte, wurde noch ein „Ständchen“ gebracht und weil es so schön war, noch der Song „Clap Your Hands“ angeschlossen.

 

Frisch gestärkt traten wir den abendlichen Rückweg an und setzten unseren Rundweg fort. Der Rückweg von ca. 5 km Länge führte zunächst mäßig bergan aus dem Ort hinaus in den Wald hinein. An eine Weggabelung mit drei Weg-Wahlmöglichkeiten musste kurz das Handy-Navi in Anspruch genommen werden, umden richtigen Weg zu finden.

 

Rechtzeitig bevor es dunkel wurde erreichten wir die am Waldparkplatz geparkten Autos. Ein gelungener Nachmittag, dank unserer guten Organisatorin Claudia und dem doch widererwartendem schönen Wetter, fand sein Ende. 

Fotos und Text: Angelika Adelfang
   

Human Nation ist fleißig am Proben

Seit nach den Pfingstferien ist der gemischte Chor Human Nation wieder fleißig in Präsenzform am Proben. Die letzten Chorproben am Mittwochabend fanden auf der Terrasse des Vogelfreunde Vereins St. Leon statt. Hier konnte mit dem entsprechenden Abstand im Freien und doch vor Sonne und Regen geschützt geprobt werden.

  

Ab und zu machten sich die Vögel des gegenüberliegenden Vogelparks bemerkbar. Man hätte fast meinen können, sie wollten mitsingen.

  

Bei einigen Proben waren auch unser Schlagzeuger Klaus, der auch im Tenor mitsingt und unser Bassist Thomas mit dabei. Das ergibt natürlich noch einen volleren Sound und Rhythmus, wenn die Musiker, neben Chorleiter Konrad am E-Piano, mitproben.  

 

Es wurde vor den Sommerferien fleißig für den nächsten Auftritt geübt, nach einer Corona bedingten Auftrittspause von 1,5 Jahren. Dieser Auftritt ist beim Pfarrfest in Rot vorgesehen, welches am Sonntag, den 12. September 2021 stattfindet.

  

So verabschieden sich die Chormitglieder in die Sommerpause in der Zeit der Sommerferien. Wie es nach den Ferien mit dem Probenort in geschlossenen Räumen weitergeht muss je nach aktuellen Corona-Lage entschieden werden.

  

Die Chormitglieder werden rechtzeitig per Mail darüber informiert.Haben Sie Lust, bei uns mitzusingen? Sie sind herzlich eingeladen, sich während einer Schnupperstunde ganz unverbindlich ein eigenes Bild zu machen. Ganz besonders sind wir auf der Suche nach Männern mit tiefer Tonlage, dem Bass. Wir proben immer mittwochs um 20 Uhr im »Alten Rathaus« in St. Leon. Während der Corona-Zeit wechselt der Probenort immer mal wieder. Erste Informationen gibt es auf unserer Homepage unter www.humannation.de oder unter Tel. 06227-549033.

 

  

Fotos und Text: Angelika Adelfang
  

Erste Präsenzprobe von Human Nation im Freien

Nach den Pfingstferien war es so weit: Nach über sieben Monaten fand am Anglersee unter dem überdachten Gelände des Angelsportvereins (ASV) Rot im Freien unsere erste Präsenzchorprobe statt. Zwar hatten wir uns seit Januar einmal wöchentlich online zur Chorprobe getroffen, jeder vor seinem heimischen Bildschirm, jedoch ist so eine Präsenzprobe etwas völlig anderes. Wir hatten die wöchentliche Präsenzprobe sehr vermisst.

 

Chorleiter Konrad Knopf hat wohl auch das erste Mal mit seinem Auto im Probenraum (unter Überdachung des ASV) geparkt, da ein heftiger Gewitterschauer kurz vor Probenbeginn die himmlischen Schleusen öffnete. Denn das E-Piano und Lautsprecherboxen sollten nicht unbedingt nass werden.

 

 

  

Nachdem es ein großes Hallo bei den Chormitgliedern, die sich so lange nicht mehr gesehen hatten, zu Anfang mit entsprechendem Abstand gab, wurden sich die Bierbänke zum Aufstellen geschnappt. Mit gebührendem Abstand nahm jeder seinen Platz zur Probe ein, max. eine Person ganz außen auf jeder Bank. Die Aussicht auf den Anglersee nach dem Regenschauer in der Abenddämmerung war wunderbar.

  

Nach schon fast gymnastischen anmutenden Übungen zum Einsingen erklangen die Frauen- und Männerstimmen gemeinsam im Chor zu den altbewährten Songs und Liedern, die schon so lange nicht mehr Corona bedingt gemeinsam geprobt werden konnten. Trotz der langen Pause harmonierten die meisten Songs noch recht gut. Natürlich ist noch einiges an Übung notwendig, damit die Gesänge wieder in alter Weise erklingen, doch man ist auf einem guten Weg. Der Anfang ist gemacht.

  

Der erste Auftritt soll am 12. September einen musikalischer Beitrag beim Pfarrfest der Seelsorgeeinheit Walldorf-St. Leon-Rot (dieses Jahr in Rot) stattfinden. Dieses Ziel hat sich der Chor gesetzt.

  

Nach dem Ende der Chorprobe gab es noch für alle einen kleinen Umtrunk, den der frisch gewählte neue 1. Vorsitzende Hartmut Adelfang zum Einstieg mitgebracht hatte.

  

 

Ein Dank geht an den ASV in Rot, weil dort auch weiterhin vorerst die Präsenzproben im Freien abhalten werden dürfen im überdachten Bereich mit wunderbaren Vogelstimmen im Hintergrund, wo sich „Fuchs und Hase“ gute Nacht sagen. Ein Hase hoppelte tatsächlich während der Probe am See entlang. So zahlreich, wie die Vogelstimmen waren jedoch auch die Mücken. Dagegen hilft nur Mückenspray. Dennoch freunden sich Alle Chormitglieder schon auf die Probe in der nächsten Woche.

 

Artikel: Angelika Adelfang
Fotos: privat, Juni 2021

Erste Online-Chorprobe beim Chor Human Nation

Am ersten Mittwoch nach den Weihnachtsferien trafen sich die Chormitglieder des gemischten Choes Human Nation aus St. Leon-Rot zur erstmaligen Online-Chorprobe. Via Zoom wurde dazu zuvor eingeladen. Man traf sich nach fast dreimonatiger Chorproben-Funkstille. Denn Lockdown bedingt konnten seit Ende Oktober 2020 keine Proben mehr stattfinden. 

 

Ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, an dem der Chor größere Räumlichkeiten gefunden hatte, damit alle Chormitglieder gemeinsam proben konnten, mussten der Chorbetrieb wegen der verschärften Corona Verordnungen wieder einstellen werden. Zuvor konnte im Proberaum im alten Rathaus in St. Leon, bedingt durch die Abstandsregelung, nur registerweise geprobt werden. 

 

 

Alle teilnehmenden Sängerinnen und Sänger waren froh, sich nach so langer Singpause wieder zu sehen und zu hören. Nach ein paar Übungen zur körperlichen Lockerung und zum Warmsingen ging es mit einzelnen Passagen zum neuen Song „Don’t Stop“ von Fleetwood Mac los. 

 

Nacheinander kam jedes Register (Sopran, Alt, Tenor, Bass) an die Reihe gewisse Takte zu singen. Durch gesangliche Begleitung und durch das E-Piano des Chorleiters Konrad Knopf und auch Playbackeinspielungen des Songs, konnte jede Stimme auch dann zu Hause mit ausgeschaltetem Mikrofon mitsingen, auch wenn eine andere Stimme an der Reihe war. 

 

So vergingen die 80 Minuten Probe wie im Fluge und alle Beteiligten waren begeistert. Waren doch einige zuvor skeptisch gewesen. Von manch einem wurden die Erwartungen sogar übertroffen und die Onlineprobe hatte viel Spaß gemacht. Die Technik hatte auch gut funktioniert. „Vor allem, dass wieder nach so langer Zeit zusammen gesungen wurde, war Balsam für die Seele“, wie es ein Chormitglied treffend ausdrückte. Alle freuen sich schon auf die nächste Online-Chorprobe. 

 

 

Artikel: Angelika Adelfang


Zentangle - Ferienspaß vom Chor Human Nation

Ein neuer Trend greift um sich, Zentangle. Der Mal- Virus steckt Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Wer in letzter Zeit einmal in einer Buchhandlung war, kommt an den Bergen von Malbüchern gar nicht mehr vorbei. Entspannen beim kreativen Zeichnen liegt voll im Trend. Eine ganz besondere Form des meditativen Malens stellt Zentangle dar. Bei diesem entspannenden Hobby wird Zeichnen mit Meditation kombiniert. Der Begriff Zentangle setzt sich zusammen aus dem japanischen Zen (Meditation) und dem amerikanischen „to tangle“ (zeichnen) oder „a tangle“ (Muster). Kombiniert beschreibt der Begriff sehr genau, worum es geht. Entspannung durch Zeichnen.

 

Was ist so besonderes an Zentangle? Diese Art des Muster-Zeichnens fördert die Konzentration und hilft dabei ausgeglichen und entspannt zu werden. Gemalt wird auf 9 × 9 cm großen Karten (Kacheln) mit dünnen schwarzen Finelinern und weichem Bleistift zur Schattierung. Unterschiedlichste Kunstwerke mit kleinen Mustern entstehen beim “tanglen”. Anfangs sind die Linien klar und die Muster einfach, je fortgeschrittener gezeichnet wird, desto verschachtelter werden die Kombinationen. Fantasievolle Muster entstehen. Bei dieser Form des Zeichnens gibt es kein Richtig und kein Falsch. Es geht also nicht um eine Bewertung, sondern nur um das Loslassen der Gedanken und der Anspannung beim Führen des Stiftes. Wenn Kinder das einmal verstanden haben, finden sie schnell Gefallen am kreativen Zeichnen.

  

Das konnten auch die Jugendlichen im Alter von 11 bis 14 Jahren beim Ferienspaß vom Chor Human Nation an einem Nachmittag im Alten Rathaus in St. Leon feststellen. Nach einem Begrüßungsspiel zum Kennenlernen und einer Einführung wurden am Flipchart Schritt für Schritt die jeweiligen Muster von Angelika Adelfang vorgezeichnet, die die Kinder dann auf ihrer „Kachel“ nachzeichneten. Als die erste Kachel mit 4 bis 6 Mustern fertig gezeichnet war, gab es eine Pause mit einem lustigen Spiel zur Auflockerung, die Sabine Golley anleitete. Im zweiten Teil konnten zunächst unter Anleitungweitere Muster kennengelernt werden. Dann wurde dem Wunsch der Kinder entsprochen, dass jederfreie Muster-Kombinationen auf seine Kacheln zeichnen durfte. Ideen für neue Muster  konnte sich aus einer eigens zusammengestellten Muster-Mappe geholt werden. Diese durfte, ebenso wie zwei schwarze Fineliner in unterschiedlichen Stärken und einige blanko Kacheln mitgenommen werden, damit zu Hause weitegemalt werden kann.

  

Die Kinder zeichneten alle mit großer Begeisterung und die 2,5 Stunden vergingen wie im Flug.  Alle teilnehmenden Jugendlichen haben dadurch wohl eine tolle Beschäftigung gefunden, die  in den Ferien aktiv weiterführen werden kann. Selbstverständlich wurde entsprechender Abstand und die Hygienevorschriften in Corona Zeiten eingehalten. 


Human Nation goes virtual - Erstes Online Chortreffen

Am 1. April wurden die Chormitglieder von Human Nation zum ersten Online Chortreffen eingeladen. Anstelle der reguläre Chorprobe wurden PC, Laptop, Table oder Mobiltelefon gestartet und wir verknüpften uns über eine Videomeeting-App. Das war ein großes »Hallo«, da wir alle die gemeinsame wöchentliche Chorprobe schon sehr vermisst haben. Der Höhepunkt bildete das gemeinsame Geburtstagsständchen für unsere Geburtstagskinder aus dem März. Dies führte nicht zuletzt durch die zeitlichen Tonübertragungsdifferenzen zur allgemeinen Erheiterung.

  

 

Natürlich wurden uns auch Hausaufgaben aufgegeben. So werden wir uns anhand eingesungener Audiodateien einigen Songs widmen. Wir freuen uns schon auf neue Impulse beim nächsten Online Chortreffen.


»Die heißen Feger« präsentieren Besenpercussion und Alpenrock

Human Nation durfte beim bunten Programm der Seniorenfasnacht im Harres am 16. Febraur 2020 nicht fehlen. So machte sich eine kleine Abordnung des Chores als »Putzkolonne« auf den Weg und begann vor Ende der zweiten Pause bei den Zuschauern im Saal mit »Saubermachen«, als Einstimmung auf die Besen-Percussion auf der Bühne.

 

Unterbrochen wurde die Arbeit der Damen, als ein schöner fremder Mann im Hausmeisterkittel mit Werkzeugkasten und Bierflache hinzukam. Sogleich stimmten die Frauen verzückt in den bekannten Titel »Schöner fremder Mann« ein und gerieten ins Schwärmen. Am E-Piano von Konrad Knopf begleitet.

Da eine der jüngeren »Putzdamen« immer noch Single war, wollte sie das jetzt ändern, indem sie sich herausputzen und auf die Faschingsparty gehen wollte. Doch dazu fehlte das passende Party-Outfit, das in den Wäschebehältern der Schmutzwäsche verschollen war, die sie sogleich schwungvoll durchwühlte. Währenddessen gab es von den anderen Frauen dazu eine Rhythmik-Einlage auf den Wäschebehältern und -wannen.

  

Nun musste sie sich aber rucki zucki umziehen, was im gleichnamigen Lied, bei dem alle im Saal mitmachen konnten, wunderbar zum Ausdruck kam. Die junge Maid hatte in der Zwischenzeit ihre Kittelschürze gegen ein fesches Trachten-Outfit eingetauscht. Nun gab es ein großes Finale, bei dem alle im Alpen-Look zu "Rock mi" von den Alpenrockern Voxx Club, live gesungen von Claus Uhrig, mit bayrischer Tanzeinlage die Stimmung zum Kochen brachten. Diese humorvolle Einlage mit Guter-Laune-Garantie wurde mit viel Applaus honoriert.

Fotos: Privat, Februar 2020


»Wiedersehn« Chor-Konzert mit Vox Humana in Jockgrim

Am 24. November 2019 gab es große Wiedersehensfreude und eine ordentliche Portion gute Chormusik zu hören – Human Nation wurde von dem langjährig befreundeten Chor Vox Humana in die Pfalz eingeladen und die beiden Chöre veranstalteten im Ziegeleimuseum Jockgrim ein Konzert der Extraklasse. Es war ein Freundschaftskonzert voll Wiedersehensfreude, aber auch ein Abschiedskonzert, bei dem sich Vox Humana offiziell von ihrem Chorleiter Konrad Knopf verabschiedet hat.

Aus einem Bericht der Rheinpfalz von Barbara Eichenlaub: »Das Ziegeleimuseum platzte am Sonntag aus allen Nähten, als zwei befreundete Chöre ein gemeinsames Konzert gaben. […] Konrad Knopf, der rund 27 Jahre Chorleiter von Vox Humana war, beendete im letzten Jahr sein Engagement in der Pfalz. Jetzt kehrte er zusammen mit Human Nation an seine frühere Wirkungsstätte zurück, wo sich Vox Humana offiziell von ihm verabschiedete und sich bei ihm als den Chor prägenden Dirigenten bedankte. So gab es neben schwungvollem und mitreißendem Gesang eine gehörige Portion Emotion an diesem Sonntagnachmittag.«

Neben mitreißenden Stücken, passender Choreographie und unter die Haut gehender Balladen wurde es auch emotional. So berichtet Barbara Eichenlaub weiter: »Tränennasse Augen – Ein gemeinsamer Auftritt beider Chöre lieferte den krönenden Schlussakkord zu dem »Wiedersehn«-Konzert. Unter dem Dirigat von Konrad Knopf erklang »Engel« von Rammstein, danach übernahm Herbert bei »Auf Wiedersehn« von den Comedian Harmonists. Bei Konrad Kopfs ganz persönlicher leiser Improvisation zu »Muss ich denn« am Klavier hatte mancher Tränen in den Augen …«

Backstage wurde Human Nation mit selbstgebackenem Kuchen und reichlich Getränken verwöhnt. Der Chor bedankt sich ganz herzlich für die Einladung ins Ziegeleimuseum. 

  

Der Abend war für alle Beteiligten ein Genuss und wir freuen uns auf weitere zukünftige gemeinsame Aktivitäten.

  

Fotos: Andreas Lang, Jockgrim 

Fotos: Privat, November 2019


14.09.2019: Tolle Abendstimmung bei spätsommerlichen Temperaturen

Human Nation beim 1. Kultursommer der Kramer-Mühle

Human Nation sorgte für einen der vielen Höhepunkte beim 1. Kultursommer des Freundeskreises der Kramer-Mühle. Zu später Stunde begeisterten die Sängerinnen und Sänger das zahlreiche Publikum durch stimmungsvolle und bekannte Titel mit deutsch- und englischsprachigen Songs.

  

Den Anfang macht »In The Mood«, einem Swinging-Evergreen, gefolgt von dem verträumten und mitreisenden »Dreamer« von Supertramp. Eigens für das Programm des 1. Kultursommers wurde mit Projektsängern der gefühlvolle Song »Wunder geschehn« von Nena einstudiert und zum ersten Mal präsentiert. Beschwingt ging es mit »Sing, Sing, Sing« weiter, welcher zum Mitwippen einlud. Die Chorversion von »Sweet Dreams«, ursprünglich von dem Pop-Duo Eurythmics aus den 1980er Jahren, mit wunderbar kraftvollen und leisen Tönen.

  
Der letzte Titel des Mini-Konzertes von Human Nation an diesem Abend war »Teddybär« in der deutschen Version nach dem Song im Original von Elvis Presley »Teddy Bear«. Gekonnt wurde dieser in Szene gesetzt von Caus und Elke Uhrig. Das Publikum brachte seine Begeisterung durch langanhaltenden Applaus zum Ausdruck. 

Fotos: Privat, September 2019


Ferienspaßaktion 2019 von Human Nation

»Jeder Mensch ist cool – auch mit Handicap«

Kinder für Menschen mit kleinen und großen Handicaps zu sensibilisieren, hatten sich die Chormitglieder von Human Nation beim Ferienspaßprogramm im Probenraum des alten Rathauses in St. Leon zur Aufgabe gemacht. Nach der Begrüßungs- und Kennenlernrunde mit Rudi Bamberger, Behindertenbeauftragter der Stadt Brühl, konnten die Kinder im Alter von 9 bis 13 Jahren aufgeteilt in drei Gruppen verschiedene Handicaps an den Stationen am eigenen Leib erfahren. 

Mit überdimensionalen Fäustlingen an den Händen durften die Kinder versuchen, Bonbons auszupacken, was dann nur unter Zuhilfenahme des Mundes klappte. Mit einem Gehörschutz konnten sie ausprobieren, wie es ist sich nur über Gesten oder Lippenablesen zu verständigen. Bei weiteren Stationen konnten die Kinder erfahren: »Blind ist nicht gleich blind«. Die Kinder lernten verschiedene Sehbehinderungen kennen und konnten zugleich mit speziellen Brillen unterschiedliche Augenerkrankungen - wie z. B. den grauen Star – nachempfinden und sich mit eingeschränktem Sehfeld am Hindernislauf ausprobieren. Mit verbundenen Augen und an der Hand einer Begleitung ließen sich die Kinder auf das Abenteuer mit dem Langstock ein. Weniger »gefährlich«, dafür aber konzentrationsintensiv, war das Ertasten der Blindenschrift (Brailschrift). Jeder konnte seinen Namen mit dem dementsprechenden Werkzeug selbst stanzen. Beim Fühl-, Geruchs- und Gehörmemory wurden mit verbundenen
Augen verschiedene Sinne testen.

Mit Spaß dabei waren die Teilnehmer auch bei der Bewältigung von Hindernissen, die tägliches Brot der Rollstuhlfahrer sind. Von der Firma Sunrise Medical, die Rollstühle, Rollstuhlzubehör und Elektromobile herstellt, und der Firma Sopur hatten wir Rollstühle zu Verfügung gestellt bekommen. Zunächst galt es, die

Schwelle vom Raum in den Flur im alten Rathaus zu überwinden, dann die abschüssige schneckenförmige Rampe vorsichtig hinunterzurollen, um weiterhin mit reiner Armkraft an den wenig Platz lassenden parkenden Autos vorbei zu kommen. Unterwegs erschwerte sandiger Untergrund das Fahren und  schließlich galt es von der Straße über den Bordstein auf den Bürgersteig zu kommen. Das war für die ungeübten, meist auch recht geschickten, schnell lernenden Kinder doch recht anstrengend. Der Muskelkater in den Armen wird noch einige Zeit an diese Ferienaktion erinnern.

Zwischendurch konnten sich alle durch Getränken und Brezen stärken. Die 3 Stunden Ferienspaßaktion zum Thema Handicap waren wie im Flug vergangen. Da diese besondere Aktion bei den Kindern sehr gut angekommen ist und auch den Helfer/-innen des Chores Human Nation sehr gut gefallen hat, werden wir
diese vielleicht nächsten Sommer wieder anbieten. Ein großes Dankeschön gilt allen, die zu diesem tollen Nachmittag beigetragen haben, den Begleiter/-innen Vorort für die Unterstützung, Rudi Bamberger für die wunderbare Offenheit und Vermittlung dieses sensiblen Themas und der Firma Sunrise Medical und Sopur für das Ausleihen der Rollstühle.

Fotos: Privat, August 2019